Lückenhafte "Mit Gentechnik"-Kennzeichnung

Europa hat weltweit die strengsten Kennzeichnungsvorschriften für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Dennoch weist auch die EU-Gesetzgebung große Lücken auf: Nur wenn gentechnisch veränderte Pflanzen direkt zu Lebensmitteln verarbeitet werden, muss dies für den Verbraucher durch einen entsprechenden Hinweis auf der Zutatenliste ersichtlich sein.

Doch fast alle gentechnisch veränderten Pflanzen gelangen über den Umweg des Tierfutters in die Nahrungsmittelproduktion: Hühner, Kühe und Schweine werden mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert und wir verzehren dann ihre Milch, Eier und ihr Fleisch. Diese Produkte müssen laut EU-Gesetzgebung jedoch nicht gekennzeichnet werden.

„Ohne Gentechnik“ schließt die Kennzeichnungslücke

Aus diesem Grund hat sich die Bundesregierung 2008 dazu entschlossen, ein Gesetz zur freiwilligen "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung zu erlassen. Danach können Lebensmittelproduzenten ihre Produkte mit diesem Prädikat bewerben, wenn sie strenge gesetzliche Auflagen einhalten.

Durch die "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung können Verbraucher so über den Bio-Bereich hinaus Produkte wählen, die ohne gentechnisch veränderte Pflanzen hergestellt wurde.

AKTUELLES

„Ohne Gentechnik“ heißt ohne Gentechnik – auch in den USA

Das US-amerikanische Non-GMO-Project hat klargestellt, dass es mit Hilfe Neuer Gentechnik wie CRISPR/Cas hergestellte Pflanzen als GVO betrachtet.

Warnung vor undeklarierter GV-Soja aus der Ukraine

In der Ukraine werden anscheinend in großem Stil gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut, die ohne Deklaration in den Handel gelangen.

ETS Schutz Sarl

ETS Schutz Sarl ist neues Mitglied im Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.

Die Food Quality Certification GmbH

Die Food Quality Certification GmbH (FQ-Cert) ist neues Mitglied im Verband Lebensmittel ohne Gentechnik.

Schreiber + Rupp GmbH

Die Schreiber + Rupp GmbH ist neue Siegelnutzerin und kann Käse mit dem "Ohne GenTechnik" Siegel kennzeichnen.

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